Die CSU erneuert auf Ihrer diesjährigen Klausur in Wildbad Kreuth ihre Forderung vom vergangenen Jahr, nach einer Zwangsrente für Selbständige und Unternehmer, so berichtet am 02.01.2013 die die Welt online.
Bereits bei der Kreuther Klausur im Jahr 2012 hat die CSU einen Rentenzwang für Selbständige gefordert. Im Raum stehen hierbei monatliche und einkommensunabhängige Zwangsabgaben in Höhe von ca. 300 EUR.
Vollkommen ausser Acht gelassen wird hierbei, dass die von CDU/CSU/SPD/FDP und Grüne geforderten Zwangsmaßnahmen gegen Altersarmut nicht nur unwirksam sind, sondern aufgrund der vorhandenen Vorsorgeprodukte eher Armut im Alter und wirtschaftliche Schwäche fördern, welche wiederum zu einer Belastung für alle Bevölkerungsschichten wird.
Die Zwangsrente für Selbständige ist gründungs- und innovationsfeindlich, fördert Lebensarmut statt Altersarmut zu vermeiden und sorgt dafür, dass Versicherer und staatliche Organisationen leistungslos mehr Gelder einnehmen ohne dass sich Selbständige dagegen wehren können.
Eine Zwangsrente für Selbständige und Unternehmer wird Arbeitsplätze und Selbständige Existenzen vernichten, heute schlecht verdienende Selbständige in Armut stürzen und die Altersvorsorge gut verdienender Selbständiger und Unternehmer verschlechtern, da nur wenige Vorsorgemöglichkeiten als Altersvorsorge anerkannt werden sollen. Wer heute schon vorsorgt, wird seine Vorsorge ggf. mit massiven Verlusten umstrukturieren müssen. Wer sich heute aufgrund mangelnder Gewinne keine Altersvorsorge leisten kann, wird es auch bei einem Zwang nicht können und in Folge in der Insolvenz landen und am Ende dem Steuerzahler erst recht auf der Tasche liegen. Daher sollten alle Selbständigen und Unternehmer den politischen Vorstoß zur Einführung einer gesetzlichen Zwangsrente für Selbständige ablehnen. Nicht alles was im Ansatz gut gemeint ist, ist in der Praxis am Ende auch tatsächlich gut. Die negativen Effekte einer gesetzlichen Zwangsrente werden am Ende die positiven bei weitem übertreffen und auch gesamtgesellschaftlich negative Auswirkungen haben, nicht nur für die Betroffen.